Die Risiken, die ein Geschäftsführer z.B. einer GmbH zu tragen hat, sind mannigfaltig. Auch Einzelunternehmer werden sehr schnell persönlich in Haftung genommen, wenn es um Lizenzbetrug geht. Sollten Sie in Ihrem Unternehmen lizenzpflichtige Software im Einsatz haben und keine Lizenz nachweisen können, sind Sie als Unternehmer dafür voll verantwortlich. Selbst wenn Sie die betreffende Software noch nie zu Gesicht bekommen haben. Sie tragen die Verantwortung für alle Mitarbeiter.
Warum also dieses Haftungsrisiko durch lästige Lizenzen nicht einfach komplett ausschließen? Ohne Kompromisse. Nicht kleiner machen, nicht minimieren. Nein, einfach komplett ausschließen. In Ihrer neuen IT-Landschaft gibt es nur freie Software, gerade für den üblichen Büroeinsatz rund um Emailverkehr, Office-Lösungen, Datenspeicher und Netzwerke.
Schauen Sie sich z.B. OpenOffice an und zeigen Sie uns einen Brief, ein Fax, eine Broschüre, eine Präsentation die damit nicht perfekt erledigt werden kann. Selbst Anbindungen an Datenbanken für den Newsletter-Druck oder die Automation von komplexen Kalkulationen - alles möglich ohne lästige Lizenz.
Um dem ganzen Lizenzgeschäft noch die Krone aufzusetzen zeigt die Praxis, dass ein gewissenhafter Geschäftsführer/Vorstand/Inhaber noch nicht mal dann in Sicherheit ist, wenn er sich viel Mühe gibt. Hier ein Zitat aus einer Xing-Diskussionsrunde, das es auf den Punkt bringt:
"Deswegen sind diese Lizenzverträge nicht fair.
Der Lizenznehmer ist potenziell im Unrecht, ganz egal was er macht." (Quelle Xing.de, 2010)
Hier die gesamte Diskussion:
Die Beispiele, die Herr Schlenker nennt, sind noch harmlos.
Man nehme eine Gesellschaft mit 10 Mitarbeitern, 3 Servern und 14 Arbeitsplatzrechnern, die länger als 5 Jahre existiert. Die hat ganz sicher zum gleichen Produkt, sei es MS-Office, bereits drei verschiedene Lizenzformen. Bei webbasierten Applikationen im Intranet kommen die Varianten per use / per user hinzu, u.U. zeitlich befristet. Dann abhängig vom Maschinentyp - per core, per processor, und vom Betriebssystem. Dann wurden für einen Server Erweiterungen, z.B. für ETL oder direkte Auswertungen nötig, die ggf. per use oder per user Lizenzen der ursprünglichen Software verbrauchen.
Wir haben für einen Kunden eine Inventarisierung durchgeführt und eigens eine Notes-Applikation zur Erfassung der rechtlichen Situation erstellt. Als wir dann die Verträge angeschaut haben, wurde es lustig. Wir haben ein gutes Schema gefunden, mit Luft zum Wackeln, und Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Da ist es gar nicht hilfreich zu sagen, "die Zuständigen müssen das richtig machen". Das müssen alle Zuständigen aller Verantwortungsbereiche. Wenn in der oben beschriebenen kleinen Gesellschaft ein Mitarbeiter sich nur um die IT kümmert, wurde er wegen technischer Fähigkeiten damit beauftragt, nicht als Vertragsjurist. Der Einkauf wiederum kann mit Begriffen wie Cluster, Core, Processor als Grundlagen für Lizenzen nichts anfangen. Erbsenzählen (n <=> m) beschreibt einfach nicht die Realität.
Deswegen sind diese Lizenzverträge nicht fair.
Der LIzenznehmer ist potenziell im Unrecht, ganz egal was er macht.
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| Moin,
Thomas Teichmann schrieb:
Die Beispiele, die Herr Schlenker nennt, sind noch harmlos.
Man nehme eine Gesellschaft mit 10 Mitarbeitern, 3 Servern und 14 Arbeitsplatzrechnern, die länger als 5 Jahre existiert. Die hat ganz sicher zum gleichen Produkt, sei es MS-Office, bereits drei verschiedene Lizenzformen. Bei webbasierten Applikationen im Intranet kommen die Varianten per use / per user hinzu, u.U. zeitlich
Und dann packen Sie mal noch Office auf Terminalservern dazu, dann wird
es unter Umständen richtig lustig.
Da ist es gar nicht hilfreich zu sagen, "die Zuständigen müssen das richtig machen". Das müssen alle Zuständigen aller Verantwortungsbereiche. Wenn in der oben beschriebenen kleinen
Und nicht mal Anfragen beim Hersteller ergeben gleiche Aussagen, je nach
Mitarbeiter mit dem man spricht, erfährt man andere Auslegungen der
Lizenzen. Die blicken da z.T. selbst nicht mehr durch.
Der LIzenznehmer ist potenziell im Unrecht, ganz egal was er macht.
Deswegen habe ich mich auf OpenSource-Lösungen spezialisiert, das
ist zwar auch nicht immer ganz einfach, aber man muss sich eine Menge
weniger Gedanken machen.
Gruss,
Thomas
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| Hallo die Herren,
ich kann Herrn Hammel in seiner Aussage bzgl. völlig missverstandener Lizenzbedingungen bei den Endkunden nur zustimmen. Allein die Tatsache, dass es von Microsoft einen mehrtägigen Lizenspezialistenkurs gibt, den man regelmässig "updaten" muss, spricht aus meiner Sicht Bände. Wie soll ein "normaler" Mittelständler, dessen Kerngeschäft i.A. etwas ganz anderes als Software ist, durch diesen Dschungel finden ? Naja, und da ist man eher geneigt "geizig" zu sein, als zuviel zu bezahlen in der Hoffnung: "Das merkt schon keiner und wenn, dann können wir immer noch nachlizensieren..."
Trotzdem, würde ich immer noch die Hauptschuld beim Softwareanbieter mit seinem nicht zu verstehenden Lizenzdschungel ansiedeln.
Allerdings bleibt auch zu bemerken, dass Firmen, die Software lizensieren, sich eben VORHER mit den Spezialisten in Verbindung setzen sollten und sich dann auch gut beraten lassen sollten. Das wiederum wird leider viel zu selten gemacht (ist ja auch viel zu teuer :-( ist die Meinung...). Und da muss man sagen: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht !"
Grüße
Martin Schlenker
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